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Exit (Text/Bild-Buch, ung., pdf, 11 MB)
2014-2016
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"Denn eine Erklärung - sofern überhaupt möglich - verkleinert das Geschehen, reduziert es auf fassbare Proportionen und nimmt ihm das Beunruhigende, das so viele Extreme kennzeichnet."

Im ersten Teil steigt der Protagonist – wie Nietzsches Zarathustra seiner Weisheit überdrüssig - , nach zehn Jahren Einsamkeit aus dem Gebirge herab, um in die Stadt zu gehen. Er ist aber weniger geschwätzig als Zarathustra, er ist nämlich stumm geworden im Gebirge. Wortlos durchquert er daher die äußere Peripherie, die ersten Vororte sowie die einzige Brücke, die noch in die Stadt führt, und versucht, das Haus zu erreichen, das als einziges ihm noch das Gefühl geben könnte, irgendwo anzukommen. Seine Reise durch diese "posthumane", apokalyptische Welt wird dadurch erschwert, dass in ihr für menschliche Wesen nicht die Lebenszeit, sondern der Raum des Seins begrenzt ist – eine Idee, wie sie auch in einer russischen Sci-Fi Erzählung aus den 1960er Jahren von Marietta Tschudakowa zu finden ist. Das Leben endet also, wenn der Held eine bestimmte Strecke zurückgelegt hat, die Länge der für ihn vorgesehenen Strecke ist aber unbekannt.
Auch der zweite Hauptteil handelt von einem Abstieg, dieses Mal dem Abstieg eines alten Mannes von den dritten Etagen, von seiner Wohnung bis zur Haustür. Der konkrete Weg führt also durch das Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses. In der visualisierten "Wirklichkeit" des alten Mannes führt dieser Weg jedoch durch die scheinbar gleichen Orte in einer vorherigen oder späteren Zeit, die der Protagonist des ersten Teil beschritten hat. Dem altem Mann und seiner Erinnerung steht der unbegrenzete Raum zur Verfügung, seine Zeit ist aber begrenzt. Er möchte aber noch unbedingt das Haustor, den Ausgang erreichen. Die zwei Hauptfiguren des Textes - oder die zwei Erscheinungsformen der gleichen Figur - erreichen ihre Ziele durchaus, wobei für den ersten der Raum endet, wenn er die zum Haustor führende Treppe betritt, während für den anderen die Zeit endet, wenn er dieselbe Treppenstufe aus dem Inneren des Hauses kommend erreicht.
Die zwei Protagonisten des letzten Teils sind – in visueller Anlehnung an das Engelmotiv aus Wim Wenders Film "Ein Himmel über Berlin" - der Engel und eine Puppe. Einst waren sie beide Menschen. Nun aber sitzt der Engel am Rand eines offenen Massengrabs, in der Nähe des leblosen Körpers der Puppe, und beschwört mit dieser zusammen das Leben, das Sein. Die drei Teile des Textes sind in einen graphische Kontext eingebettet, der die Erzählung nicht 'illustriert', sondern selbst präsentiert und auf diese Weise einen Übergang von 'novel' zu 'graphic novel' entwirft.

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